Die Plattform im Überblick

AY-Robots verbindet Roboterarme über den Browser mit Operatoren auf der ganzen Welt. Kunden stellen die Hardware, Operatoren das Steuerungsgeschick, und jede Session wird als Trainingsdaten für Robot Learning aufgezeichnet. Diese Seite erklärt die Bausteine der Plattform und wo die übrige Dokumentation ansetzt.

Zuletzt aktualisiert 2026-08-09

Was AY-Robots ist

AY-Robots ist eine Teleoperations-Plattform für Roboterarme. Kunden binden ihre Hardware an, meist den SO-100 (auch als SO-ARM100 verkauft), und Operatoren steuern diese Arme aus einem Browser-Cockpit. Jede gesteuerte Minute wird aufgezeichnet. Eine Session liefert damit zwei Dinge zugleich: erledigte Arbeit am Roboter und einen Demonstrationsdatensatz, auf dem sich Policies trainieren lassen.

Die Plattform kennt drei Rollen. CLIENT-Konten besitzen Roboter, buchen Sessions und erhalten die aufgezeichneten Datensätze. OPERATOR-Konten steuern Roboter und verdienen Geld mit abgeschlossenen Sessions. ADMIN-Konten verwalten die Plattform selbst, einschließlich der Prüfung von Operator-Zertifizierungen. Die Rolle wählen Sie beim Onboarding, und jede Rolle bekommt ihr eigenes Dashboard.

Robotertreiber müssen Sie dafür nicht schreiben. Die Unterstützung für den SO-100 ist eingebaut, von der Servo-Kommunikation am Arm bis zur Episoden-Kodierung im Dataset-Browser. Wer ein USB-Kabel einstecken und einen Browser-Tab öffnen kann, kann den kompletten Kreislauf betreiben.

Der Kreislauf: Roboter, Operatoren, Sessions, Datensätze

Alles auf der Plattform dreht sich um einen Kreislauf. Wer ihn einmal vor Augen hat, liest den Rest der Dokumentation deutlich schneller, denn jede Seite beschreibt eine Station dieses Kreislaufs im Detail.

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    Roboter anbinden

    Ein Kunde koppelt einen Arm über einen kurzen Pairing-Code mit der Plattform. Sobald der Code auf dem Rechner am Arm eingelöst ist, meldet der Roboter einen Heartbeat und erscheint in seiner Umgebung als online.

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    Session buchen

    Der Kunde bucht eine Session, oder ein zertifizierter Operator übernimmt einen verfügbaren Roboter. Die Session beginnt als PENDING und wird ACTIVE, sobald der Operator sich verbindet und die Steuerung übernimmt.

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    Teleoperieren

    Der Operator steuert den Arm aus dem Browser-Cockpit und behält dabei die Kameras des Roboters im Blick. Die Plattform protokolliert durchgehend Aktivitätsereignisse und zeichnet Gelenkpositionen, Greiferzustand und Video auf.

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    Datensatz einsammeln

    Nach Abschluss der Session wird die Aufzeichnung in Episoden im LeRobot-Format organisiert und erscheint im Dataset-Browser des Kunden, bereit zum Sichten und Herunterladen.

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    Trainieren und wiederholen

    Kunden trainieren auf den gesammelten Daten Policies wie ACT, Diffusion Policy, SmolVLA oder GR00T-Fine-Tunes und buchen anschließend weitere Sessions für die Situationen, an denen die Policy noch scheitert.

Wofür die Plattform genutzt wird

Die drei häufigsten Gründe, hier zu sein, überschneiden sich, lohnen aber eine getrennte Betrachtung: Sie entscheiden darüber, welche Doku-Seiten Sie zuerst lesen sollten.

  • Datensammlung für Imitation Learning. Teams, die Manipulations-Policies trainieren, brauchen viele saubere Demonstrationen. Operatoren können sie rund um die Uhr auf Ihrer Hardware aufzeichnen, ohne dass Sie neben dem Arm stehen müssen.
  • Fernsteuerung. Manchmal geht es schlicht darum, dass der Roboter die Arbeit erledigt, während die Person woanders ist, ob im Nebenraum oder auf einem anderen Kontinent.
  • Skalieren ohne Personal vor Ort. Wer mehrere Anlagen besitzt, weiß: Das Teure ist, für jede davon lokale Operatoren einzustellen und einzuplanen. Der Operator-Marktplatz löst genau dieses Problem.

Wenn Datensammlung Ihr Ziel ist und der Arm auf Ihrem eigenen Schreibtisch steht, lohnt sich auch ein Blick auf den Desktop-Client. Er zeichnet Episoden mit einem geführten Ablauf lokal auf und lädt sie erst hoch, wenn Sie es entscheiden, ganz ohne Operator.

Die Architektur auf einen Blick

Je nach Aufgabe arbeiten Sie mit bis zu drei Software-Komponenten. Alle sprechen mit demselben Backend und demselben Konto: Ein einmal gekoppelter Roboter ist überall sichtbar.

KomponenteWo sie läuftWas sie tut
Browser-CockpitJeder moderne BrowserLive-Teleoperation, Session-Überwachung, Dataset-Browser, Abrechnung und Einstellungen. Keine Installation nötig.
Desktop-ClientmacOS, Windows, LinuxLokales Aufzeichnen mit einem Arm auf dem Schreibtisch: geführte Episoden-Aufnahme, Sichtung, LeRobot-Export und Uploads. Enthält auch die CLI.
robotappDer Rechner am Arm, typischerweise ein Raspberry PiSpricht mit Servos und Kameras, löst den Pairing-Code ein, sendet Heartbeats und streamt Video und Steuerung.

Die Authentifizierung folgt derselben Aufteilung. Der Browser nutzt Ihre Supabase-Session, während API und MCP-Integrationen API-Keys mit dem Präfix ayr_live_ verwenden, angelegt unter /dashboard/settings. Keys sind ausschließlich für programmatischen Zugriff gedacht; ins Cockpit gehören sie nie.

Die nächsten Schritte

Häufige Fragen

Brauche ich einen eigenen Roboter, um die Plattform zu nutzen?

Nur als Kunde. Operatoren steuern Roboter, die Kunden gehören; ein Operator-Konto braucht also einen Browser und eine stabile Verbindung, keine Hardware. Wer die Steuerung vor der Anmeldung ausprobieren möchte: Die öffentliche Demo unter /live läuft auf einem echten Arm.

Mit welchem Roboter sollte ich anfangen?

Der SO-100 (SO-ARM100) ist der primär unterstützte Arm und der günstigste Einstieg. Beachten Sie: Seine STS3215-Servos laufen mit 7,4 V. Die Roboter-Seite listet die weiteren unterstützten Typen.

Was kostet eine Session?

Pay-as-you-go kostet 15,00 EUR pro Stunde. Der Starter-Plan kostet 99,00 EUR pro Monat und enthält 10 Stunden. Abgerechnet wird monatlich über Stripe; Rechnungen und Zahlungsmethoden behandelt die Abrechnungs-Seite.

Wem gehören die aufgezeichneten Daten?

Dem Kunden, der die Session gebucht hat. Datensätze werden im LeRobot-Format ausgeliefert und dürfen ohne Einschränkungen unsererseits für Training genutzt werden, auch kommerziell.