Unterstützte Roboter

Diese Roboterarme können Sie auf AY-Robots registrieren, teleoperieren und zur Datensammlung nutzen. Unterstützt heißt: Die Plattform kennt den Robotertyp durchgängig. Kunden können ein Gerät mit Control- und Stream-URLs anlegen, Operatoren können sich dafür zertifizieren lassen, und aufgezeichnete Sessions erzeugen Datensätze im korrekten Format.

Zuletzt aktualisiert 2026-08-09

Die Liste unten zeigt, was die Plattform heute unterstützt. Die Spezifikationen stammen von den Herstellern; wo ein Wert fehlt, veröffentlicht der Hersteller keine verlässliche Zahl, was bei DIY-Armen üblich ist, deren Druckqualität und Zusammenbau von Exemplar zu Exemplar variieren. Wir listen, wofür wir geradestehen können, statt Zahlen zu erfinden.

SO-100 / SO-ARM100

Der SO-100 von TheRobotStudio, vertrieben über das LeRobot-Ökosystem von Hugging Face, ist der häufigste Arm auf der Plattform. Er ist ein günstiger, quelloffener 5-DoF-Arm mit Greifer, entworfen für genau den Workflow, um den AY-Robots gebaut ist: teleoperierte Demonstrationsaufnahmen im Leader-Follower-Aufbau als Futter für Imitation Learning und VLA-Training.

SpezifikationWert
HerstellerTheRobotStudio / LeRobot (Hugging Face)
KategorieGünstig, Open Source, VLA-Datensammlung
Freiheitsgrade5 DoF + Greifer (6 Aktuatoren)
AntriebFeetech-Bus-Servos (LeRobot-SO-100-Stack)
SchnittstellenLeRobot, Python
Die STS3215-Servos laufen mit 7,4 V

Die Feetech-STS3215-Servos im SO-100 sind 7,4-V-Einheiten. Ein 12-V-Netzteil anzuschließen zerstört sie. Andere Feetech-Konfigurationen gibt es durchaus in 12-V-Varianten, und genau so passiert dieser Fehler immer wieder: Prüfen Sie die auf Ihren Servos aufgedruckte Spannung, bevor Sie irgendein Netzteil anschließen, nicht die Spannung, die ein Tutorial gerade nennt.

Weil der SO-100 der Referenzarm der Plattform ist, hat er einen eigenen Vertiefungsbereich zu Themen rund um Zusammenbau, Aufnahmepraxis und die Details des LeRobot-Formats.

Koch v1.1

Der Koch v1.1 aus dem LeRobot-Projekt dient demselben Zweck wie der SO-100: ein erschwinglicher Arm für teleoperierte Datensammlung. Der praktische Unterschied ist das Servo-Ökosystem. Wo der SO-100 Feetech-Bus-Servos nutzt, baut der Koch auf Dynamixel-Servos auf und braucht das Dynamixel SDK. Wer bereits Dynamixel-Hardware oder -Tooling besitzt, für den fügt sich der Koch ein; wer bei null anfängt, für den ist der SO-100 auf dieser Plattform der gängigere Einstieg.

SpezifikationWert
HerstellerLeRobot (Hugging Face)
KategorieGünstig, Open Source, VLA-Datensammlung
Freiheitsgrade5 DoF + Greifer (6 Aktuatoren)
AntriebDynamixel-Bus-Servos (Dynamixel SDK erforderlich)
SchnittstellenLeRobot, Python

Franka-Arme

Die Franka-Familie steht am entgegengesetzten Ende des Spektrums zu den DIY-Armen: forschungstaugliche 7-DoF-Manipulatoren mit drehmomentgeregelten Gelenken, 855 mm Reichweite, 3 kg Traglast und 0,1 mm Wiederholgenauigkeit. Sie sind deutlich teurer als die Arme im LeRobot-Stil und bieten dafür Präzision und Drehmomentsensorik, die DIY-Servos nicht leisten können.

SpezifikationResearch 3 (FR3)Production 3 (FP3)Emika Panda
Freiheitsgrade7 DoF7 DoF7 DoF
Reichweite855 mm855 mm855 mm
Traglast3 kg3 kg3 kg
Wiederholgenauigkeit0,1 mm0,1 mm0,1 mm
AntriebDrehmomentgeregelte GelenkeDrehmomentgeregelte GelenkeDrehmomentgeregelte Gelenke
SchnittstellenFranka-Control-Stack, ROS/ROS2Franka-Control-Stack, ROS/ROS2libfranka, ROS/ROS2

Franka Research 3 (FR3)

Der aktuelle Forschungsarm und eine feste Größe in der Manipulations- und VLA-Forschung. Wer Daten sammelt, die mit publizierten Benchmarks vergleichbar sein sollen, arbeitet mit dem Arm, auf dem ein Großteil dieser Arbeiten läuft.

Franka Production 3 (FP3)

Die Produktionsvariante derselben Plattform. Die Spezifikationen variieren je nach Konfiguration; nehmen Sie die Tabellenwerte als Basis und prüfen Sie die Details für Ihren konkreten Aufbau.

Franka Emika Panda

Der klassische Vorgänger, gesteuert über libfranka. Er taucht in vielen älteren Manipulations- und Imitation-Learning-Datensätzen auf, was ihn relevant macht, wenn Sie diese Arbeiten fortführen oder reproduzieren.

Interbotix WidowX-250

Der WidowX-250 von Trossen Robotics ist ein erschwinglicher Forschungsarm und ein beliebter Einstieg in Imitation Learning und Teleoperation. In Leistungsfähigkeit und Preis liegt er zwischen den DIY-Armen und der Franka-Klasse. Er läuft auf dem Interbotix-ROS-Stack.

SpezifikationWert
HerstellerTrossen Robotics / Interbotix
KategorieGünstige Forschung, VLA, Teleoperation
Freiheitsgrade5 DoF
Reichweite650 mm
Traglast0,25 kg
Wiederholgenauigkeit1 mm
AntriebDynamixel-X-Serie-Servos
SchnittstellenROS 1/2 (Interbotix-Stack), Python

ALOHA ViperX-300 6DOF

Eine ViperX-300-Variante mit Modifikationen nach dem Vorbild der ALOHA-2-Vorschläge, ausgelegt auf Teleoperation und bimanuelle Forschungsaufbauten. Wie der WidowX baut er auf Dynamixel-X-Serie-Servos und dem Interbotix-ROS-Stack auf.

SpezifikationWert
HerstellerInterbotix/Trossen (ALOHA-inspiriert)
KategorieTeleoperation, bimanuelle Forschung
Freiheitsgrade6 DoF
Reichweite750 mm
Traglast0,75 kg
Wiederholgenauigkeit1 mm
AntriebDynamixel-X-Serie-Servos
SchnittstellenROS 1/2 (Interbotix-Stack), Python

Einen weiteren Robotertyp anfragen

Ist Ihr Arm nicht gelistet, können Sie Unterstützung über das Roboter-Anfrageformular auf der Plattform oder die Kontaktseite anfragen. Anfragen, die die Steuerschnittstelle (welches Protokoll der Arm spricht) und den Kamera-Streamingweg nennen, lassen sich deutlich schneller bewerten als ein nackter Modellname. Einen neuen Typ zu unterstützen heißt, ihn in Registrierung, Zertifizierung, Teleoperation und die Datensatz-Pipeline einzubinden; Anfragen werden deshalb nach Nachfrage priorisiert.

Häufige Fragen

Brauche ich ROS, um den SO-100 oder Koch auf der Plattform zu nutzen?

Nein. Beide werden über den LeRobot-Stack und Python betrieben; die Verbindung übernehmen Plattform und Desktop-Client. ROS wird erst bei den Interbotix- und Franka-Armen relevant, die über ihre eigenen Stacks gesteuert werden.

Kann sich ein Motorcontroller-Board zwei Arme teilen?

Nein. Beim Registrieren eines Roboters bekommt sein Motor-Board eine plattformweit eindeutige Hardware-Id: Ein Board gehört zu genau einem Arm. Die Registrierung eines zweiten Roboters mit demselben Board wird als bereits vergeben abgelehnt.

Registriere ich den Leader-Arm eines Leader-Follower-Paars?

Registrieren Sie den Follower, also den Arm, der tatsächlich Bewegungen ausführt und aufgezeichnet wird. Der Leader-Arm ist Ihr Eingabegerät und bleibt auf Ihrem Schreibtisch; eine eigene Plattform-Registrierung braucht er nicht.

Warum fehlen Reichweite und Traglast beim SO-100 und Koch?

Weil es keine ehrlichen Zahlen gibt. Das sind 3D-gedruckte Open-Source-Designs, deren Steifigkeit und effektive Traglast von Druckmaterial und Zusammenbau abhängen. Wir lassen Werte lieber weg, als Zahlen zu veröffentlichen, die Ihr Exemplar womöglich nicht erreicht.